Webradio und Livestream

Spezialtipp

Full Blast

Bild: SWR/Ziga Koritnik

Freitag, 23:03 Uhr SWR2

SWR2 NOWJazz

Full Blast

Peter Brötzmann zum 80. Geburtstag. Peter Brötzmann, Saxofonist

Tagestipp

Heute, 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Kleine Geschäfte oder Umkehrung der Verhältnisse Von Serotonin Regie und Realisation: die Autorinnen und Autoren Mit: Bernhard Schütz, Barbara Philipp, Burghart Klaußner, Yvon Jansen, Andreas Petri, Katharina Spiering, Rüdiger Kuhlbrodt, Jörg Hartmann, Thomas Rudnick, Matthias Walter, Paul Sonderegger, Jens Bohnsack, Karen Schulz-Vobach, Britta Steffenhagen, Reinhard Scheunemann, Susanne Arnold, Kaktus-Chor Berlin Komposition: Matthias Pusch Autorenproduktion im Auftrag des WDR 2009 Länge: 52"32 Endlich ist für die Börse ein moralisches Regelwerk gefunden: der sogenannte SiGrud-Eid. Aber welche Wirkung hat dieser Eid, wenn er auch abseits der Finanzmärkte gilt? Zum Beispiel beim Kauf einer Yogamatte? "Die Krise ist dann vorbei, wenn die Gier wieder größer ist als die Angst." Jahrelang wurde die frohe Botschaft der Gewinnmaximierung gepredigt. Und das so erfolgreich, dass auch das Privatleben der Menschen mehr und mehr nach den Regeln des Kapitalmarktes funktioniert. Dieses Muster hätte sich mit der Finanzkrise 2007/2008 radikal ändern sollen - oder? Im Jahr 2009 untersuchte das Autorinnen- und Autorenkollektiv Serotonin in einem Hörspiel einen Gegenentwurf: Endlich ist für die Finanzmärkte ein moralisches Regelwerk gefunden. Ähnlich dem Eid des Hippokrates für die Berufsethik in der Medizin gilt nun der SiGrud-Eid als sittliches Grundgesetz des Bankenwesens. Wie verändert sich die Gesellschaft, wenn sich sowohl die Banker als auch der Rest der Gesellschaft den neuen moralischen Prinzipien beugen müssen? Das Hörspiel überträgt die fiktiven neuen Funktionsweisen des Kapitalmarktes auf die Wirklichkeit außerhalb der Finanzmärkte. Eine Umkehrung der Verhältnisse, die auch über ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise ihren satirischen Bezug zur Gegenwart nicht verloren hat. Serotonin sind Marie-Luise Goerke und Matthias Pusch. Marie-Luise Goerke hat Japanologie und Germanistik in Berlin und Kyoto studiert. Matthias Pusch ist Ingenieur für Robotik und studierte in Berlin und Tokio. Als Autor*innen und Produzent*innen arbeiten sie für die ARD und für Hörbuchverlage, Museen und Galerien. Zahlreiche Hörspiele und Features, unter anderem: "Scheitern für Fortgeschrittene" (WDR 2005), "Heimatlos - Tokios digitale Tagelöhner" (WDR/Deutschlandradio Kultur/SWR 2011), "Buddenbroichs. Oder die Angst der Mittelschicht vor dem Abstieg" (WDR 2011), "Der Kapitän segelt nach Amazon" (SWR 2015) und zuletzt die Mystery-Thriller-Hörspielserie "Die Verschiebung" (SWR 2019). Kleine Geschäfte. Oder: Umkehrung der Verhältnisse

Konzerttipp

Heute, 20:00 Uhr NDR 2

NDR 2 Soundcheck - Die Peter Urban Show

Alles was neu und gut ist das NDR 2 Radiokonzert - Mit Peter Urban Entdecken Sie die neuen Singles und Alben sowohl angesagter als auch völlig unbekannter Musiker - handverlesen von Peter Urban. Interviews mit Künstlern und Produzenten. Stündlich die NDR 2 Nachrichten, Wetter und Verkehr. Erstsendung Donnerstag, Wiederholung am Montag auf NDR Blue 20:03 - 21:00 Uhr Das NDR 2 Radiokonzert 23:03 - 23:06 Uhr NDR 2 Sport NDR 2 Soundcheck - Die Peter Urban Show

Hörspieltipp

Heute, 22:05 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

Auckland Von Ilse Aichinger Mit: Rolf Becker, Christian Brückner, Ernst Jacobi, Hermann Lause u. a. Regie: Otto Düben (Produktion: SDR 1986) Auckland - das könnte ein Ort in England, eine Stadt in Neuseeland oder eine Insel im Stillen Ozean sein. Die auf dem Platz von Auckland versammelten Stimmen geben darüber keine Auskunft. Was sie zu erzählen versuchen, sind Erinnerungen, die fragmentarisch bleiben. Ihr Zusammenhang lässt sich nur poetisch erahnen; denn es geht im Stück von Ilse Aichinger, der 2016 gestorbenen Wiener "grande dame" der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, im Grunde um wenig - oder doch um alles, was des Menschen Leben ausmacht: um Liebe und Tod.

Featuretipp

Heute, 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Zukunft Wald

Potential für kommende Generationen (4). Gestaltung: Kim Cupal und Nikolaus Scholz Der Wald gilt für viele als Hoffnungsträger gegen den Klimawandel. Denn gesunde, bewirtschaftete Wälder dienen uns als CO2 Speicher und unterstützen mit einer Vielfalt an Bodenlebewesen die langfristige Bindung des Kohlenstoffs im Waldboden. Doch seine Stabilität und Widerstandskraft ist abhängig von einer artenreichen Fauna und Flora. Und gerade diese geht zunehmend verloren. Denn nach wie vor bestehen mehr als die Hälfte der österreichischen Wälder aus reinen Fichtenwäldern. Die zunehmende Trockenheit, der Borkenkäfer, die Windbrüche setzen den Monokulturen massiv zu, ebenso die Nonnen-Raupe, die bevorzugt Kiefer- und Föhrenwälder schädigt, sowie zahlreiche Pilze. Daher ist der Wald heute von Naturkatastrophen und Schädlingen in Mitleidenschaft gezogen und wohl selbst der größte Verlierer des Klimawandels. Von den heimischen Nadelbaumarten erscheint vielerorts noch die Kiefer als am besten gegen den Klimawandel gewappnet. Im Laubwald könnte währenddes die bislang regierende Buche von den Trauben- und Stieleichen überholt werden. Eine bislang unterschätzte Baumart, die sogar unter enormen Trockenstress nicht mit der Photosynthese aufhört und von der Schwäche der anderen profitiert. Eine Alternative, um klimastabile Wälder zu schaffen, bietet auch die Einführung bislang nicht heimischer Baumarten. Vor allem die Douglasie, die Küstentanne und Roteiche, vielleicht auch die Baumhasel und Esskastanie oder die türkische Tanne gelten als vielversprechend. Im Nationalpark Kalkalpen und zahlreichen anderen europäischen Schutzgebieten hat sich in den vergangenen Jahren die ?Tu Nichts" - Philosophie durchgesetzt: Von den 21.000 Hektar Nationalpark Kalkalpen sind aktuell rund 400 Hektar Naturwald - hier darf sich der Wald gänzlich ohne menschliches Eingreifen entfalten. Somit werden die Fichten ihrem sicheren Tod überlassen und zurück bleiben nur mehr skelettartige Monumente auf verödeten Flächen. Doch was auf den ersten Blick nach Wüste aussieht, ist der Anfang neuen Lebens. Junge Buchen, Tolkirschen, Türkenbundlilien und seltene Orchideenarten wie den Frauenschuh finden hier Licht und Platz, um zu gedeihen. Wie ist es um den Wald der Zukunft bestellt, und welche Wege beschreiten die Waldbesitzer und Förster, diese ökologische wie ökonomisch Ressource für die kommenden Generationen gesund zu erhalten?

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Goethe: Die Wahlverwandtschaften (2/2)

Zweiteiliges Liebensdrama nach einem Roman von Johann Wolfgang von Goethe. Zweiter Teil: Die ländlich-aristokratische Idylle ist voller Abgründe: Nach zahlreichen unerwarteten Wendungen, Hoffnungsschimmern und bitteren Enttäuschungen, im Leben von Eduard, Ottilie, Charlotte und den zum Mayor beförderten Hauptmann hält das Schicksal für drei Menschen den Tod bereit. Sein Roman "Die Wahlverwandtschaften" trug Goethe den Vorwurf der Immoralität ein. Seine Modernität - die symbolhaltige Schilderung eines aus dem Gegensatz von Natur und Moral abgeleiteten Konflikts zwischen den Geschlechtern - wurde erst bedeutend später erkannt. Rätselhaft und darum spannend ist das Werk bis heute geblieben. Mit Thomas Holtzmann (Erzähler), Burghart Klaußner (Eduard), Imogen Kogge (Charlotte), Christian Redl (Hauptmann), Janna Striebeck (Ottilie), Martin Reinke (Graf), Christiane Leuchtmann-Korff (Baronesse) und Gerhard Garbers (Geselle). Bearbeitung und Re

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